Rezept // Kuchen mit Möhren und dunkler Schokolade – Happy Easter!

Wir verbringen die Ostertage in der Heimat und lassen die Seele baumeln und die Großeltern babysitten. Heute haben wir außerdem einen Hasen geschlachtet. Einen Teighasen. :-) Eigentlich bin ich gerade sehr vollwertig unterwegs und koche und backe viele Rezepte aus den Büchern von Carrots for Claire. Aber an Ostern hat mein Papa einen normalen schnellen Kuchen mit Möhren gebacken und ich habe ihn mit dunkler Schokolade verziert. Der kam super gut an bei unseren Gästen und deshalb gibt es heute das Rezept für unseren Klassiker: Ein Oster-Teighase mit leckeren frischen Möhrenraspeln.
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Osterkuchen in Hasenform mit Möhren

Zutaten:

  • 200g gemahlene Haselnusskerne
  • 450g Möhren
  • 250g Butter (Zimmertemperatur)
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 200g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 gestr, Tl Backpulver
  • 250g Mehl
  • 3 Eier (M)
  • 1 Pck. dunkle Kuchenglasur

Zubereitung:

  1. Nüsse in der Pfanne ohne Fett unter wenden goldbraun rösten. Die Möhren fein raspeln.
  2. Butter mit Vanillezucker, Zucker und Salz schaumig rühren. Backpulver und Mehl mischen und im Wechsel mit den Eiern unter die Butter rühren. Zum Schluss die Nüsse und Möhren dazugeben.
  3. Den Teig in eine gefettete Form füllen und im auf 175 Grad vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene 35 Minuten backen.
  4. Den Hasen 10 Minuten abkühlen lassen und auf eine Platte stürzen. Funktioniert natürlich auch mit einer normalen großen Kuchenform. Unsere Hasenform hat eine Größe von 33x25cm. Eine ganz ähnliche Kuchenform mit den gleichen Maßen findet ihr hier: Motivbackform Hase (Amazon Affiliate Link).
  5. Mit der Kuchenglasur verzieren.

Ich wünsche euch die schönsten Osterfeiertage.

Meine Lieblingsrezepte im Frühling

Ihr Lieben, es war schon wieder sehr ruhig hier. Ich freue mich, wenn ihr mich trotzdem noch abonniert habt oder ab und an mal reinschaut. Vielleicht packt es mich ja auch bald wieder mehr. Momentan überlege ich mein Blog Layout zu verändern. Ich brauche frischen Wind.

In letzter Zeit gab es einige technische Ausfälle. Erst war mein Hosting-Anbieter xlhost insolvent. Auf dessen Server lagen meine gesamten Inhalte. Ich habe also ein WordPress Backup und ein Backup meiner Datenbank gemacht und bin umgezogen. Jetzt bin ich mit meiner Domain bei den Serverprofis, die ich sehr empfehlen kann. Kaum war ich umgezogen musste ich feststellen, dass meine Bilder weg sind. Ich hatte meine Bilder über “öffentliche Links” von Dropbox hier auf dem Blog eingefügt. Das wurde bloß kurzerhand abgeschafft und alle meine Bilder funktionierten nicht mehr. Danke, Dropbox. Ich werde die Bilder nach und nach manuell ersetzen. Es sind wirklich wunderbare Inhalte über die Jahre hier zusammengekommen, die ich nicht verloren gehen lassen will.

Und jetzt zu etwas erfreulichem. Heute zeige ich euch ein paar Frühlingsbilder und -ideen für die Küche.Fruehling_2017_Johanna

Mein Minifrost ist schon 13 Monate alt. Kaum zu glauben. Um Freunde und Familie auf dem neusten Stand zu halten habe ich etwas für mich entdeckt: Kennt ihr schon “Status” – die neue Funktion von WhatsApp? Das ist im Grunde sehr ähnlich wie Instagram Stories, nur dass eben ausschließlich ein sehr kleiner ausgewählter Kreis die Bilder und Videos sehen kann. Das finde ich großartig und ich mache oft richtige kleine Geschichten für meine Liebsten.

Fruehling_2017_Quinoa_Salat_Rucola

In letzter Zeit habe ich viel gekocht. Dieses Salat-Rezept muss ich euch unbedingt weitergeben. Es ist der absolute Knüller. Ich habe es aus meinem momentanem Lieblingskochbuch Gesund kochen ist Liebe. Ihr könnt eine Version mit halbierten Mengenangaben auf Carrots for Claire nachlesen: Quinoa-Antipasti Salat. Enthalten sind Quinoa, Rucola, Aubergine, Zucchini, Ziegenkäse und weitere leckere Zutaten. Probiert es aus, es ist himmlisch.Fruehling_2017_DachauDachau bei schönstem Wetter.

Fruehling_2017_Schokopralines_aus_DattelnUnd noch etwas kulinarisches. Ich habe für meine Tochter etwas sehr, sehr leckeres und gesundes im Kühlschrank bzw. Gefrierfach. Aus dem oben genannten Buch ist auch dieser Schoko Fudge, bestehend aus Buchweizen, Nüssen, Datteln, Kokosöl und rohem Kakaopulver. Absolute Empfehlung!! Leider gibt es das Rezept nicht online einzusehen, aber ich habe zwei ähnliche Rezepte gefunden, die bestimmt auch richtig gut sind: Cremiges Bananen-Schokoladen Konfekt und attel-Schokoladen Pralinés.

 

DIY – Eine weihnachtliche Dose für Plätzchen oder Geschenke

Die diesjährige Vorweihnachtszeit ist sehr entspannt im Hause Frost. Generell ist alles irgendwie entschleunigt. Ein Baby bedeutet sehr viel Arbeit – rund um die Uhr. Trotzdem empfinde ich die Zeit, meine Elternzeit, als große Freude und großes Geschenk. Ich mache ausschließlich Dinge, die mir wirklich am Herzen liegen. Gestern sind unsere Familien-Weihnachtskarten angekommen. Kitschig, aber das darf man mit Kind! :D

Heute möchte ich euch ein weihnachtliches DIY zeigen. Im Baumarkt habe ich dünne Korkplatten entdeckt und ohne konkrete Idee, was ich damit machen möchte, mitgenommen. Zuhause hatte ich, dank des nicht-gerade-kleinen-räusper Kaffeekonsums meines Mannes Lavazza Espressodosen übrig. Schaut her was ich dann für eine Idee hatte:

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Ich habe den Kork um die Dose geklebt und den Deckel dekoriert. Plätzchendosen oder Geschenkdosen sind dabei herausgekommen. Man braucht nicht viel dafür, das DIY kann man ziemlich schnell umsetzen. Ich finde es sieht sehr edel und nach mehr Mühe aus, als es ist. ;-)

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Zuerst misst man die Dose aus. Eine ordentliche Zugabe beim Umfang ist wichtig, mindestens zwei Zentimeter. Ein wenig abschneiden kann man immer noch. Bei der Höhe am besten den Deckel aufsetzen beim messen, damit er später noch richtig drauf passt. Dann die Korkplatte mit einer großen Schere ausschneiden. Mit einem guten Klebstoff (nicht gerade der Bastelkleber) wird der Kork auf die Dose geklebt. Mein Mann hat das für mich übernommen und einen Rest UHU por (eigentlich ein Styropor-Kleber) verwendet. Dann kann man den Deckel nach Lust und Laune gestalten. Mit kleinen Tannen, Teelichtern, Kugeln, Weihnachtsdeko aller Art…

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Hier noch einmal zusammengefasst alle Materialien:

  • Espressodose mit Deckel
  • Korkplatte aus dem Baumarkt (0,4 mm, ich habe diese Korkplatte hier gekauft)
  • Maßband
  • große scharfe Schere
  • Stift
  • Spezialkleber
  • Pappe für den Deckel
  • Deko aller Art, die man auf den Deckel kleben möchte

Ich wünsche euch weiterhin eine schöne Adventszeit.

Gemüse Omelette Rezept – gesund und lecker

Hier ist noch kein Weihnachtstrubel ausgebrochen, sondern leider erst mal eine Erkältung. Neulich habe ich es schon unter Sandras (Wortkonfetti) Artikel “Krank mit Baby” geschrieben: Ich war noch nie so oft krank wie dieses Jahr, seit unser Babyfrost da ist. Erkältung vorher? Maximal einmal im Jahr, meist gar nicht. Fieber? Alle fünf Jahre mal. Tjoar, diese Zeiten sind vorbei. Gut, es hilft nichts außer sich durchzubeißen und fest an die baldige Genesung zu glauben.

Heute möchte ich euch das Gemüse-Omelette zeigen, das wir am Samstag gegessen haben. Es war gar nicht geplant für den Blog, aber es war so gut und ich hatte so schönes Fotolicht. ;-) Deshalb teile ich es kurz mit euch. Die Rezeptidee stammt von Jamie Oliver, ich habe es so angepasst wie es mir am besten schmeckt.

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Zutaten

  • 5 kleine oder 4 große Eier
  • 1/2 rote Zwiebel
  • 1 kleine rote Paprika
  • 1 kleine gelbe Paprika
  • 150g Kartoffeln
  • eine Handvoll TK-Erbsen
  • 4 kleine Tomaten
  • 1/2 Chilischote
  • 1 Zitrone
  • 1/2 Bund Rucola
  • etwas Parmesan
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer

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Zubereitung

  1. Kartoffeln in 1 cm große Würfel schneiden. Mit 1 EL Olivenöl in eine Pfanne geben und Wasser zufügen, sodass die Kartoffeln geradeso bedeckt sind. Während das bei mittlerer Temperatur anfängt zu köcheln, werden die Zwiebel, die gelbe Paprika, die rote Paprika gewürfelt und dazu gegeben. Alles etwa 15 Minuten köcheln, ab und zu rühren und ggf. immer mal einen Schuss Wasser zufügen sodass nichts anbrennt. Dann sind die Kartoffelstückchen weich.
  2. Während das Gemüse in der Pfanne köchelt, die Eier mit Salz und Pfeffer hell und schaumig schlagen.
  3. Wenn die Kartoffeln weich sind, werden die gefrorenen Erbsen und Eier in die Pfanne gegeben. Gründlich mischen. Hitze etwas reduzieren und einen Deckel auflegen. Das Omelette braucht jetzt etwa 5 Minuten bis es gestockt ist.
  4. In dieser Zeit die Tomaten halbieren und Chili grob hacken. Mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer zu einer Salsa pürieren.
  5. Das Omelette vorsichtig mit dem Pfannenwender lösen und auf ein Brett oder großen Teller stürzen. Den Rucola mit etwas einfachem Dressing oder pur dazu anrichten und Parmesan darüber raspeln. Guten Appetit!

Gemuese_Omelette_Frost_3 Vorschau: Ganz bald kommen zwei kleine, schnelle DIY-Ideen mit Kork. Adventlich, aber nicht kitschig. Ich freue mich schon sehr darauf, sie zu veröffentlichen. Habt einen guten Wochenstart.

Ein schnelles Adventskalender DIY mit Fotos

Die Adventszeit steht bevor und das große Basteln geht los. Bei mir selbst bisher eher weniger, aber in meinen Timelines bei Facebook, Instagram, Feedly etc. sehe ich Tannengrün, Adventskränze, Lichterketten und vor allem: Adventskalender. Heute ist der 21. November – es bleiben also noch genau neun Tage bis zum ersten Türchen. Ich habe dieses Jahr einen sehr einfachen Adventskalender zusammengestellt – basteln kann man das nicht nennen. Er ist schnell gemacht, das wäre also auch noch drin wenn ihr jetzt anfangt. Mit Handlettering-Zahlen, Butterbrot-Tütchen und einem ganz besonderen Inhalt.

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Jedes Adventskalender-Türchen verbirgt zwei Dinge. Erstens, steckt in jeder Tüte ein anderes Foto (9×13) von einer ganz lieben Freundin und mir. Es ist also sozusagen ein Erinnerungs-Kalender an schöne gemeinsam verbrachte Zeit. Zweitens, eine typische Adventskalender-Kleinigkeit (Süßigkeiten etc.). Hier bin ich hauptsächlich bei Rossmann und DM fündig geworden und habe ein paar besondere Kleinigkeiten bei Design-3000 bestellt. Den Inhalt kann ich leider nicht zeigen, da die Beschenkten das sonst vielleicht sehen.

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Die eher nicht-so-weihnachtliche, moderne Optik wird mit Tannengrün und kleinen Zapfen etwas festlicher. Ich habe hübsche bunte Tüten von Rossmann gekauft und immer abwechselnd mit normalen Butterbrot-Tüten bestückt. Der Clou sind die Handlettering Adventskalenderzahlen, die es als Freebie bei Gelbkariert gibt. Vielen Dank, liebe Kirsten – die sind wirklich wunderschön geworden! Die Baumkugeln Numbers 1-4 auf den Bildern sind von corpus delicti.

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Babyfrost war ganz aufgeregt, als ich am Wochenende hier alles hingelegt habe zum fotografieren und durfte auch mal anfassen. ;-)

Der Kalender soll verschickt werden. Auf einem Bett von Tannengrün und kleinen Zapfen kommt das dann alles in ein Päckchen. Ich hoffe der Beschenkten jeden Tag eine Erinnerung und ein kleines Lächeln auf die Lippen zu zaubern. <3

DIY Tischdeko mit Eukalyptus

Vor einiger Zeit habe ich auf dem Blog FantasTISCH gesehen, dass Anke über dem Tisch eine Stange mit Deko befestigt hat. Das fand ich grandios und habe mich direkt auf die Suche nach der Befestigung begeben. Es handelt sich um ein “Tafelklem“, das man bei Deens aus den Niederlanden bestellen kann.

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Da mein Geburtstag schnell näher rückte und mir 79€ plus Porto etwas zu teuer waren, habe ich mich für eine DIY-Variante entschieden. Ihr braucht lediglich Material aus dem Baumarkt für ca. 3€ und gewünschte Deko. Nach langem hin- und her- überlegen (Albert hat sogar eine Skizze angefertigt) erschien uns die Variante mit einer Deckenbefestigung am sinnvollsten. Zumal so am Ende des Tisches jemand Platz nehmen kann ohne eine Stange vor der Nase zu haben.

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Wie es geht und was ihr braucht:

  • Rundstab aus dem Baumarkt, 2 m lang (ca. 1€)
  • Gardinenschnur aus dem Baumarkt, 3 m lang (ca. 1€)
  • zwei Haken und Dübel zur Befestigung in der Decke (ca. 1€)

Zuerst zeichnet ihr die Punkte fürs Bohren an. Ein Bindfaden mit einem Lot ist hierbei nützlich: So findet ihr die richtige Stelle an der Decke – genau über der Tischkante. Es reichen sehr kleine Haken. Die Gardinenschnur wird dann einfach mit Knoten an der Decke und an dem Rundstab befestigt. Fertig. Eventuell müsst ihr den Rundstab vorher noch mit einer Laubsäge kürzen.

Ihr seht, es ist wirklich easy-peasy. Ich habe mich bei der Deko für Eukalyptus entschieden, der trocknet recht schnell aus ohne seine Form zu verlieren. In dem kleinen, urigen Blumenladen bei mir um die Ecke meinte die ältere Besitzerin ganz verwundert auf bayerisch: “Was wollense denn mit so viel Eukalyptus wenn ich fragen darf?” Mögliche Antworten die mir einfielen: Hallohoo, der ist doch voll im Trend. Haben sie noch nichts von den Urban Jungle Bloggers gehört? Oder: Ich habe jetzt einen Panda, der hat halt Hunger. Vielleicht auch: Ich verkaufe ihn gewinnbringend weiter. Als ich ihr erklärte, was ich damit mache, hat sie nur verwundert geschaut und nichts mehr gesagt.

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In der Adventszeit werde ich die Stange mit Tannenzweigen und ganz tollen schlichten Baumkugeln aus Glas mit Typo dekorieren.

Boar, jetzt wisst ihr ja alle wie alt ich gestern geworden bin. Knackige 21, ääh 29. Den letzten Geburtstag mit 2 vorne musste ich mir halt noch mal über den Tisch hängen. ;-) Die Holzzahlen sind ein Kinderspiel von IKEA. Ich habe sie normalerweise im Regal stehen (man sieht es ganz klein oben rechts auf dem Bild). Die finde ich echt schick und Babyfrost hat auch schon mal herzhaft reingebissen und das Holz für schmackhaft befunden.

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In diesem Blogpost bei Decor8 gibt es noch mehr Informationen zu dem “original Tafelklem” das mich zu dem DIY inspirierte.

Über das Leben mit einem kleinen Kind

Ich mache momentan jeden Tag Spaziergänge mit unserer kleine Madame und genieße das Herbstwetter. Dabei ist mir klar geworden wie dankbar ich bin, dass ich mir ein ganzes Jahr für mein Baby nehmen kann. Bei allem was immer gemeckert wird – ein Jahr Elternzeit und Elterngeld zu haben ist eine tolle Sache. Ich genieße die Zeit in vollen Zügen und möchte heute ein paar Zeilen dazu schreiben wie ich das so empfinde. Als Mama.

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Hui, diesen Text habe ich jetzt zwei Mal angefangen. Es ist gar nicht so einfach über das Mamasein zu schreiben. Ich möchte nämlich weder, dass alles ausschließlich wie Friede-Freude-Eierkuchen herüberkommt. Das ist es nicht. Aber ich möchte auch nicht, dass es allzu angestrengt klingt. Wie alles im Leben hat das Mamasein seine Höhen und Tiefen. Das Leben mit unserem Babyfrost ist ein großes Geschenk. Und witziges Abenteuer. Und riesiges Glück. Und natürlich manchmal auch eine Herausforderung. Ich berichte heute darüber, wie ich damit umgehe und hoffe andere Mamas damit zu inspirieren.

Das Leben mit einem Baby oder Kleinkind ist intensiv. Sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Ganz großes Glück und ganz große Erschöpfung liegen manchmal nah beieinander. Dabei kann ich mit meinem Kind die allerschönste Zeit haben. Oder die aller-anstrengendste. Ich habe mittlerweile festgestellt: Das entscheide ich selbst. Indem ich lerne, manche Dinge gelassener zu sehen. Daran musste ich mich zunächst oft selbst erinnern, aber mittlerweile funktioniert es immer besser.

Wir haben alle unsere To-Dos. Ich habe immer gerne geplant: Listen abgehakt, alles schön zack-zack. Dabei war ich relativ ungeduldig. Wenn Dinge zu viel Zeit brauchten, hat mich das manchmal nervös gemacht. Kennt ihr noch die StudiVZ Gruppe “Ich hasse Langsam-Latscher und Im-Weg-Rumsteher”? Daran musste ich gerade denken, das drückt nämlich das Lebensgefühl ganz gut aus. Oh Mann… eine StudiVZ Gruppe! ;-) Ich bin alt. Jedenfalls finde ich das nach wie vor sehr befriedigend: Was schaffen und dabei schnell sein.

Ich plane immer noch gerne, aber unter anderen Voraussetzungen. Und die sind genau so schön und befriedigend wie die vorher. Nur eben anders. Ein Kind hat einen eigenen Rythmus. Wenn das Baby getragen werden möchte, dann will es jetzt auf den Arm. Punkt. Wenn es am Bein klebt und scheinbar alles verhindert was ich gerade machen wollte, dann ist das so. Punkt. Eine Mami hat zwei Möglichkeiten damit umzugehen. Erstens, in Stress verfallen, weil ich nicht das geschafft bekomme was ich schaffen möchte. Oder zweitens, sich auf das Kind einlassen und den Moment so genießen wie er ist. Es ist eine bewusste Entscheidung die allerschönste Zeit mit dem Baby zu haben.

Ein Baby macht das Leben nicht plötzlich wunderschön wenn ich das vorher nicht schon so empfunden habe. Auch macht ein Baby das Leben nicht plötzlich total anstrengend und fremdbestimmt, wenn ich nicht vorher schon solche Gedanken hatte. Ein Baby ist einfach da und lebt völlig im Moment. Das ist wunderschön, aber auch intensiv. Da bin ich auch mal erschöpft, das bleibt nicht aus. Meiner Erfahrung nach lässt sich das aber reduzieren, indem ich manchen Dingen weniger Gewicht gebe und manche Gedanken einfach nicht zulasse. Anpassungsfähiger werde an die Situation. Gedanken wie: “Ich wollte doch noch dies und jenes machen und jetzt klappt das nicht, weil das Baby schlecht drauf ist.” Oder: “Bei meiner Nachbarin läuft das so und so, wieso funktioniert das bei uns nicht?” – Direkt aus dem Repertoire streichen, das führt zu nichts. Immer daran denken auf das Schöne und das Jetzt zu fokussieren. Ich lege meinen Fokus darauf, dass das Leben mit einem kleinen Kind witzig, aufregend, herausfordernd, erfüllt, kreativ und voller Liebe ist. Und dann wird es so sein, weil das Kind nämlich genau das alles mitbringt!

Entscheide dich bewusst dafür, die allerschönste Zeit mit deinem Kind zu haben. Dann wird es so sein.