Über das Leben mit einem kleinen Kind

Ich mache momentan jeden Tag Spaziergänge mit unserer kleine Madame und genieße das Herbstwetter. Dabei ist mir klar geworden wie dankbar ich bin, dass ich mir ein ganzes Jahr für mein Baby nehmen kann. Bei allem was immer gemeckert wird – ein Jahr Elternzeit und Elterngeld zu haben ist eine tolle Sache. Ich genieße die Zeit in vollen Zügen und möchte heute ein paar Zeilen dazu schreiben wie ich das so empfinde. Als Mama.

Clara_Frost_mit_Baby

Hui, diesen Text habe ich jetzt zwei Mal angefangen. Es ist gar nicht so einfach über das Mamasein zu schreiben. Ich möchte nämlich weder, dass alles ausschließlich wie Friede-Freude-Eierkuchen herüberkommt. Das ist es nicht. Aber ich möchte auch nicht, dass es allzu angestrengt klingt. Wie alles im Leben hat das Mamasein seine Höhen und Tiefen. Das Leben mit unserem Babyfrost ist ein großes Geschenk. Und witziges Abenteuer. Und riesiges Glück. Und natürlich manchmal auch eine Herausforderung. Ich berichte heute darüber, wie ich damit umgehe und hoffe andere Mamas damit zu inspirieren.

Das Leben mit einem Baby oder Kleinkind ist intensiv. Sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Ganz großes Glück und ganz große Erschöpfung liegen manchmal nah beieinander. Dabei kann ich mit meinem Kind die allerschönste Zeit haben. Oder die aller-anstrengendste. Ich habe mittlerweile festgestellt: Das entscheide ich selbst. Indem ich lerne, manche Dinge gelassener zu sehen. Daran musste ich mich zunächst oft selbst erinnern, aber mittlerweile funktioniert es immer besser.

Wir haben alle unsere To-Dos. Ich habe immer gerne geplant: Listen abgehakt, alles schön zack-zack. Dabei war ich relativ ungeduldig. Wenn Dinge zu viel Zeit brauchten, hat mich das manchmal nervös gemacht. Kennt ihr noch die StudiVZ Gruppe “Ich hasse Langsam-Latscher und Im-Weg-Rumsteher”? Daran musste ich gerade denken, das drückt nämlich das Lebensgefühl ganz gut aus. Oh Mann… eine StudiVZ Gruppe! ;-) Ich bin alt. Jedenfalls finde ich das nach wie vor sehr befriedigend: Was schaffen und dabei schnell sein.

Ich plane immer noch gerne, aber unter anderen Voraussetzungen. Und die sind genau so schön und befriedigend wie die vorher. Nur eben anders. Ein Kind hat einen eigenen Rythmus. Wenn das Baby getragen werden möchte, dann will es jetzt auf den Arm. Punkt. Wenn es am Bein klebt und scheinbar alles verhindert was ich gerade machen wollte, dann ist das so. Punkt. Eine Mami hat zwei Möglichkeiten damit umzugehen. Erstens, in Stress verfallen, weil ich nicht das geschafft bekomme was ich schaffen möchte. Oder zweitens, sich auf das Kind einlassen und den Moment so genießen wie er ist. Es ist eine bewusste Entscheidung die allerschönste Zeit mit dem Baby zu haben.

Ein Baby macht das Leben nicht plötzlich wunderschön wenn ich das vorher nicht schon so empfunden habe. Auch macht ein Baby das Leben nicht plötzlich total anstrengend und fremdbestimmt, wenn ich nicht vorher schon solche Gedanken hatte. Ein Baby ist einfach da und lebt völlig im Moment. Das ist wunderschön, aber auch intensiv. Da bin ich auch mal erschöpft, das bleibt nicht aus. Meiner Erfahrung nach lässt sich das aber reduzieren, indem ich manchen Dingen weniger Gewicht gebe und manche Gedanken einfach nicht zulasse. Anpassungsfähiger werde an die Situation. Gedanken wie: “Ich wollte doch noch dies und jenes machen und jetzt klappt das nicht, weil das Baby schlecht drauf ist.” Oder: “Bei meiner Nachbarin läuft das so und so, wieso funktioniert das bei uns nicht?” – Direkt aus dem Repertoire streichen, das führt zu nichts. Immer daran denken auf das Schöne und das Jetzt zu fokussieren. Ich lege meinen Fokus darauf, dass das Leben mit einem kleinen Kind witzig, aufregend, herausfordernd, erfüllt, kreativ und voller Liebe ist. Und dann wird es so sein, weil das Kind nämlich genau das alles mitbringt!

Entscheide dich bewusst dafür, die allerschönste Zeit mit deinem Kind zu haben. Dann wird es so sein.

Fünf Freitagslieblinge am 4. November mit Bananenkuchen und Herbstbildern

Zack, schon wieder Freitag. Diese Woche verging schnell, da mein Mann Montag und Dienstag frei hatte und wir dementsprechend viel unternommen haben. Wir genießen das Herbstwetter gerade sehr, einfach herrlich diese Farben. Es folgen meine herbstlichen fünf Freitagslieblinge. Alle Beiträge dazu gibt es auf dem Blog von Berlinmittemom.

Mein Lieblingsbuch diese Woche ist ein Klassiker: “Oje, ich wachse!“. Darin lese ich immer wieder gerne. Mit Baby ist es nämlich so: Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück. Manchmal braucht man da etwas Beistand als Mama und den bietet dieses Buch. In dem Buch geht es um die großen Sprünge in der Entwicklung eines Babys. Es bietet Hintergrundinfos dazu, wieso das Baby gerade so ist wie es ist. Das ist manchmal wirklich interessant. Oder tröstend. Oder stolz-machend für Mama. Frisch gebackenen Eltern kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. (Affiliatelink)

Mein Lieblingsrezept ist ein Kuchen mit Bananen und Schokocreme. Gefunden auf dem Vollwert-Blog. Ich esse zur Zeit kein Weizenmehl (bald mehr zum Warum) und da ist Backen manchmal gar nicht so einfach. Die Kuchen schmecken dann einfach immer etwas, ähm, kompakt. Wahrscheinlich ist das Gewöhnungssache. Meine Vollkorn-Pizza schmeckt mir jedenfalls mittlerweile sogar besser als die Normale. Der Schoko-Bananen-Kuchen hat mir richtig gut geschmeckt. Den Tisch habe ich fix mit Blättern dekoriert.

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Mein schönster Moment für mich war ein heißes Bad am Abend. Ich hatte bei Heike von Relleomein einen Artikel mit Video zum Thema Herbst-Wellness gesehen und direkt gedacht: Das brauche ich auch. Genau so. Bei dem Wetter. Und den kalten Füßen. Und überhaupt. Und es war spitze, ich kann es nur empfehlen.

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Mein schönster Moment mit Babyfrost war beim Kaffeetrinken in einem hübschen Café in München Laim. Sie saß direkt neben mir, ganz alleine, auf einem großen Hocker und hat aus dem Fenster geschaut. Dabei hat sie ihre Trinkflasche in der Hand gehalten und ab und zu etwas getrunken. Da ist mir aufgefallen wie groß sie doch schon ist. Was für ein tolles, neugieriges, wildes, fröhliches, starkes Mädchen doch aus meinem kleinen Neugeborenen geworden ist. Wahnsinn – acht Monate!

Meine Inspiration der Woche ist eine Kolumne auf Decor8 von Anke, die den Blog FantasTISCH schreibt: “3 autumn DIY entertaining ideas you will love“. Sie zeigt dort Ideen für Bilderrahmen-Gestaltung, ein Cocktail-Rezept und super schöne “Menü-Kerzen”. Ich finde die Idee und Umsetzung von den Menü-Karten auf den Kerzen einfach großartig! Der Blogpost und die Bilder sind mit sehr viel Liebe für’s Detail entstanden. Ich habe gleich Lust bekommen Gäste einzuladen und alles so umzusetzen. Deshalb meine Inspiration der Woche.

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Habt ein schönes Wochenende.

Halloween Cracker Rezept und Freitagslieblinge am 28. Oktober

Gestern habe ich blitzschnelle Halloween Cracker gebacken. Mit frischem Rosmarin und schwarzem Sesam, das hat lecker geduftet bei uns in der Küche. Die Cracker sind toll, um sie Besuch anzubieten: Sie sind vegan und glutenfrei, also für fast jeden verträglich. Natürlich kann man auch einfach Kreise ausstechen oder Dreiecke mit dem Messer schneiden. Ich habe eine Ladung Halloween-Kürbisse produziert und eine Ladung Kreise. Die Kürbis-Ausstechform war nicht gerade mein Freund, die ist einfach zu kleinteilig. Da bleibt der Teig hängen bzw. reisst an der schmalen Stelle über dem rechten Kürbisauge. Da mein Geduldsfaden nicht der allerlängste ist, suche ich mir nächstes Mal eine einfachere Form.

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Zutaten

  • 140g Buchweizenmehl
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 1 EL gemahlener oder geschroteter Leinsamen
  • 1 TL Meersalz
  • Pfeffer
  • 2 TL frisch gehackter Rosmarin
  • 2 EL Olivenöl
  • 95ml Wasser

Zubereitung

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Olivenöl und Wasser kräftig verrühren und dazu gießen. Anschließend kneten, sodass ein gleichmäßiger Teig entsteht (nicht zu klebrig oder zu trocken, ggf. mit Wasser oder Mehl ausgleichen).

Den Teig in zwei Kugeln teilen. Die erste Teigkugel zwischen zwei blättern Backpapier mit dem Nudelholz ausrollen. Ca. 2 mm sollte er dick sein. Nach belieben ausstechen oder schneiden und vorsichtig auf ein Backblech mit Backpapier legen.

An dieser Stelle habe ich den Ofen vorgeheizt: 180 Grad Umluft (oder 200 Grad Ober- Unterhitze).

Dann die zweite Teigkugel ausrollen und ausstechen und auf ein zweites Backblech mit Backpapier legen.

Alle Cracker mit einer Gabel ein paar mal einstechen und mit schwarzem Sesam bestreuen und leicht andrücken.

Die beiden Bleche müssen jetzt 10-15 Minuten in den Ofen. Sie sollten etwas Farbe bekommen, aber nicht zu dunkel werden. Unbedingt nach 10 Minuten dabei bleiben und schauen.

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In einer Tupperdose kann man die Cracker eine Woche aufbewahren. So lange halten sie aber erfahrungsgemäß nicht. :-)

Meine Freitagslieblinge

Erst mal zum Lieblingsbuch der Woche. Ich habe zwar wieder kein Buch gelesen, aber in der Buchhandlung etwas entdeckt, was ich für Babyfrost besorgen werde. Vom Coppenrath Verlag gibt es “Mein Buch von Sankt Martin (Der Kleine Himmelsbote)” – ein Pappbilderbuch mit Fühlelementen. “Der kleine Himmelsbote” ist anscheinend eine schöne Reihe, um schon den Kleinsten traditionelle Geschichten zu erzählen. (Affiliatelink)

Mein Lieblingsessen der Woche war eine sehr leckere, herbstliche Esskastanien- bzw. Maronen-Champignon-Suppe mit Thymian. Dazu habe ich auch ein paar von den Crackern serviert. Eine gute Idee für eine Halloween-Dinner-Vorspeise.

Lieblingsmomente mit Babyfrost gab es diese Woche viele, weil die kleine Madame so fröhlich war. Ich liebe die Momente, wenn sie lacht und man die beiden kleinen Zähnchen unten sieht. Da geht mein Herz auf.

Mein Lieblingsmoment nur für mich war das Joggen. Ich laufe jetzt wieder zwei Mal die Woche 30 Minuten. Das tut mir einfach gut. Ich bin immer gerne gelaufen vor der Schwangerschaft und mache jetzt damit weiter.

Meine Inspiration der Woche ist ein Text, den ich durch einen Facebook Like meiner Freundin Julia von Ein Stück vom Glück entdeckt habt: “The most important question of your life” (Mark Manson). Das ist mal eine andere Perspektive auf die Frage “What do you want out of life?”

Happy Weekend!

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Fünf Freitagslieblinge am 21. Oktober

Ich bin heute zum ersten Mal bei den “fünf Freitagslieblingen” von Berlinmittemom dabei. Zu meinen Blog-Anfängen habe ich immer sehr gerne beim Frage-Foto-Freitag von OhhhMhhh mitgemacht. Erinnert ihr euch? Der wurde aber leider irgendwann eingestellt. Jetzt beantworte ich Freitags die Fragen von Anna und starte so ins Wochenende.

Es geht eigentlich los mit meinem Lieblingsbuch der Woche. Aber buhuu, ich muss direkt passen. Ich habe diese Woche kein Buch gelesen. Ich kann euch dafür einen Artikel empfehlen, den mehrere Blogger in meiner Timeline geteilt haben. Falls ihr ihn noch nicht gelesen habt, schaut euch mal diesen Text an: “Der vergiftete Apfel”. Es geht um den Brexit und eine anrührende Geschichte dazu, die zum nachdenken bewegt.

Beim Thema Lieblingsessen der Woche kann ich dafür glänzen. Ich kann mich nämlich gar nicht entscheiden, so gut haben wir diese Woche kredenzt! Deshalb gibt es mehrere Empfehlungen. Die Rezepte sind alle super:

Mein Lieblingsmoment nur für mich war das Handlettering und bloggen am Abend. Wenn alles ruhig ist am großen Küchentisch sitzen und kreativ sein. So schön! Außerdem habe ich mir Winterheide gekauft, um den Blick auf den Balkon zu verschönern. Einiges ist verblüht. Nur die Zeit zum einpflanzen muss ich noch finden…

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Mein Lieblingsmoment mit Babyfrost war, als sie gestern plötzlich angefangen hat zu winken. Wir haben mit ihrem Opa geskyped und er hat gewunken – da hat sie zurück gewunken. Das Mutterherz hat vor Freude und Stolz Purzelbäume geschlagen. :-) Seitdem winkt sie zurück wenn sie gut drauf ist. Es ist einfach so unglaublich schön mit ihr.

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Zuletzt zu meiner Inspiration der Woche. Das ist ein schon älteres Video, das mir online wieder über den Weg gelaufen ist. Ich finde es einfach wunderschön und sehr inspirierend und könnte es mir immer wieder ansehen. Ich finde es künstlerisch einfach großartig.

Ich wünsche euch ein wunderbares Herbstwochenende!

Wiedereinstieg // Gedanken dazu + Herbstdeko

Ich habe über das Thema Wiedereinstieg nachgedacht. Manche Dinge muss oder will man im Leben zeitweise aufgeben. Später findet man vielleicht erneut Zugang dazu, vielleicht auch nicht. Und das ist auch okay. Ich bin überzeugt, dass alles im Leben zur richtigen Zeit seinen Weg zu uns findet. Diese Überzeugung hat sich durch die Geburt meiner Tochter noch einmal gefestigt. 

Auf das Thema Wiedereinstieg kam ich natürlich, da ich jetzt wieder blogge. Nach einem Jahr Pause. In meinem letzten Artikel bin ich schon darauf eingegangen wie komisch sich das anfühlt. Meine Leidenschaft für’s Schreiben ist aber noch immer da. Zeitlich kann ich nur abends bloggen, wenn mein kleiner Wirbelwind schläft. Und ich setze klare Prioritäten – es wird wenig Social Media geben neben dem Blog. Weil mich das gestresst hat damals. Das ist positiv an einem Wiedereinstieg – man hatte viel Zeit vergangenes zu reflektieren.

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Bei dem Begriff Wiedereinstieg habe ich auch an den beruflichen Wiedereinstieg gedacht. Nach der Elternzeit. Das ist schon eine besondere Situation, oder? Man hat etwas verpasst, Dinge und Menschen haben sich geändert. Dazu kommt, dass man sich selbst auch verändert hat. Die Verantwortung für ein Kind und die Arbeit, die damit verbunden ist, prägen. Es gibt viele Dinge am Elternsein, die man erst verstehen kann wenn man sie selbst erlebt hat. Aus dieser Position heraus steigt man wieder ein. Knüpft an Vergangenes an. Ich habe nach Tipps und Erfahrungsberichten recherchiert und euch ein paar Links zum Thema zusammengestellt.

Welche Fragen man sich selbst stellen sollte und wie erfolgreiches Wiederkehren in den Beruf gelingen kann, wurde hier zusammengefasst: HAUPTSTADTMUTTI – Nach der Babypause: Die 5 besten Tipps für den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt.

(Mama) Mias Texte lese ich immer mit einem Schmunzeln. Weil sie so schön geschrieben sind. So auch dieser hier. Wobei der Kern des Textes mich auch sehr zum nachdenken angeregt hat. MAMA MIA – Wiedereinstieg nach Elternzeit versemmelt.

Ein schöner Denkanstoss ist auch der folgende Artikel in der BRIGITTE MOM – 6 Regeln zum Wiedereinstieg nach der Elternzeit.

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Unter meinem letzten Artikel zum Urlaubstipp Simssee war ein wahnsinnig lieber Kommentar für den ich mich noch einmal bedanken möchte. Das hat mir so viel Mut gemacht und meine Entscheidung wieder zu bloggen so sehr bekräftigt. Als ich den Kommentar gelesen habe wusste ich, warum Bloggen so schön ist. Danke. <3

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Meine Herbstdeko besteht aus einem einzelnen Zweig spiralförmigem Eukalyptus und Johanniskraut. Die Betonlampe habe ich mit Albert selbst gebaut. Eine DIY-Anleitung dazu folgt noch. Die Äpfel werden bald zu diesem Apfelkuchen verarbeitet, bis dahin sind sie mit ihrer leuchtend roten Farbe Deko. Schönes Wochenende

München und Gedanken zum bloggen

Mein Umzug ist geschafft und ich bin super happy in München angekommen. Die Stadt hat mir bisher wirklich Glück gebracht. Vor einem halben Jahr hätte ich nie gedacht nach München zu gehen… aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. :-) Fotobeweis:

Clara OnLine  in München

Das Verhältnis von Bier und Brezel stimmt irgendwie nicht so ganz gebe ich zu. Mittags um ein Uhr bei 30 Grad im Schatten eine ganze Maß zu trinken wäre aber vermutlich mein Ende gewesen. ;-) Der Viktualienmarkt ist ein Paradies für Foodies, da wird es mich noch öfter hinziehen – auf der Suche nach aussergewöhnlichen Zutaten.

Vielleicht habt ihr euch schon gefragt, warum es hier gerade etwas ruhig ist? Ehrlich gesagt frage ich mich das selbst… und ich glaube es hat verschiedene Gründe. Dieses Jahr war und ist aussergewöhnlich für mich. Das Studienende, die nicht so einfache Jobsuche und zwei Umzüge haben meinen Alltag und meine Gefühlswelt etwas durcheinander gebracht. Gleichzeitig konnte ich aber auch Ballast abwerfen: Bei den Umzügen habe ich viele Dinge aussortiert und allgemein hatte ich Zeit nachzudenken. Das hat gut getan. Ich hoffe aber jetzt, dass ich durch einen geregelten Tagesablauf meine Balance wieder finde. Eine erste wichtige Voraussetzung dafür ist geschaffen: Ich habe eine Knaller-Wohnung gefunden. :-)

Manchmal habe ich angesetzt etwas zu bloggen, wurde dann aber von meinem eigenen Perfektionismus ausgebremst. Ich habe so hohe Ansprüche an das was ich hier mache (die sich natürlich auch aus den supertollen Blogs ergeben, die ich lese), dass es mich manchmal lähmt. Bei vielen Bloggern habe ich schon von ähnlichen Gedanken und Gefühlen gelesen: “Ach, das gab es doch alles schon mal irgendwie + irgendwo in superschön, wieso soll gerade ich da jetzt noch einmal einen Artikel drüber verfassen?” Dazu kommt, das hört sich vielleicht etwas komisch an, dass ich mich von der Blogosphäre und dem Drumherum manchmal etwas überfordert fühlte. Ich bin als Bloggerin seit über anderthalb Jahren und als Blogleserin seit über sechs Jahren aktiv dabei. Durch all die Kanäle die noch zu den Blogs dazukommen (Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest, …) hat sich eine unüberschaubare Anzahl an Followern und Bekannten angesammelt… Und so habe ich manchmal das Gefühl, ich scanne und überfliege extrem viele Inhalte jeden Tag, aber kann mich auf einzelne Dinge gar nicht mehr richtig einlassen. Neulich hatte ich eine Diskussion mit einer Bekannten, die Lehrerin ist. Sie beobachtet, wie die Schüler sich immer schlechter auf lange Texte konzentrieren können. Wenn ich mein eigenes Mediennutzungsverhalten analysiere, kann ich mir wohl denken woher das kommt. Wie schnellebig kann die Onlinewelt noch werden? Momentan arbeite ich daran, meine Onlineinhalte besser zu strukturieren. Aber das ist wirklich schwierig! Und ich weiß, dass es vielen von euch auch so geht. Oft habe ich schon gelesen: “Ich habe rigoros aussortiert und meine Leseliste gekürzt.” – Gibt es zu viele (gute) Blogs?

Als ich neulich mit meinem Vater darüber gesprochen habe, warum hier gerade so wenig los ist und ihm das lang und breit zu erklären versuchte, meinte er nur: “Ach, das ist doch unprofessionell.” Und dann dachte ich: ja, das bringt es auf den Punkt! Während ich das Problem “kaputtdenke” und sentimental vor mich hin philosophiere passiert….. nichts! Genau.

Vielleicht hast du gerade auch ein Thema, das dich beschäftigt, vielleicht läuft etwas nicht ganz so wie du es dir wünschst und du denkst viel darüber nach. Nachdenken ist sicherlich wichtig, aber verfalle nicht ins grübeln. Ab einem bestimmten Punkt ist es das Beste zu sagen: “Scheiß drauf, ich höre jetzt auf nach links und rechts zu gucken und mache mein eigenes Ding.”

Warum I-did-it besser ist als to-do und meine Arbeitssuche im Medienbereich

Seid ihr wieder gut in die Arbeitswoche eingestiegen? Nach den schönen Ostertagen, an denen so viel geschlemmt und entspannt wurde? Also ich hatte ja gestern noch einen och-nöö-Tag und bin heute wieder fleißig an meiner to-do Liste dran.

Bei dramaqueenatwork habe ich gestern eine I-did-it-Liste entdeckt. Das finde ich grandios. Ich muss mich zur Zeit viel selbst organisieren und arbeite viel von zu Hause aus und mit geht es dann oft wie Barbara: Am Ende eines Tages habe ich das Gefühl zu wenig geschafft zu haben. Dabei mache ich eigentlich sehr viel. Die Gründe für das Gefühl sind vielfältiger Natur. Manches erwarte ich von mir “so nebenbei” – beispielsweise dass wir jeden Abend frisch gekochtes essen. Ich habe mich schon länger von Fastfood verabschiedet und plane, kaufe ein, koche jeden Tag frisch und gesund. Das ist mir sehr wichtig, aber es kostet eben Zeit. Unspektakuläre und kleine Aufgaben des Alltags verbuche ich auch gar nicht erst als “getanes”. Auch dafür ist eine I-did-it-Liste gut! Einfach mal mit der Nase darauf stoßen was ich tatsächlich mache.

Ich bin ja zur Zeit arbeitssuchend.* Eine Freundin fragte mich kürzlich: “Und, was machst du dann immer so den ganzen Tag?” Ich sagte: “Ich schlafe aus bis elf und gehe dann immer gemütlich brunchen bevor ich mich mit einem Buch in die Sonne setze.” Sie schaute mich mit großen Augen an. “Das war ein Scherz!!” Ich stehe auf wenn Albert um sieben das Haus verlässt. Dann reserviere ich mir immer entweder den Nachmittag oder den Vormittag für alles was mit Bewerbung zu tun hat. Die andere Hälfte des Tages ist…

  • für den Blog und die administrativen Dinge, die damit verbunden sind. Demnächst erscheint z.B. ein ausführliches Interview mit mir auf dem Heiter bis glücklich Blog vom ZEITmagazin
  • für Weiterbildung, ich lese gerade das spannende Buch Think Content von Miriam Löffler zum Thema Content-Strategie, Content-Marketing und Texten fürs Web
  • für die neue Wohnung, deren Feinschliff noch nicht abgeschlossen ist
  • für frisch Kochen, Haushalt und all diese unspektakulären Dinge, die ich weiter oben schon angesprochen habe

Es tut gut, sich mal bewusst zu werden was man eigentlich macht! Wie habt ihr diese Zeit der Arbeitssuche gemeistert? Ich gebe zu, dass ich erst mal in ein kleines Loch gefallen bin. Mittlerweile habe ich mich ziemlich gut organisiert und orientiert auf dem Arbeitsmarkt und bin mir immer mehr im Klaren was ich will und was nicht. Ich habe große Lust auf berufliche Herausforderungen und freue mich schon auf das was kommt. Seid ihr vielleicht auch gerade in so einer Situation der beruflichen Umbrüche?

*Kurze Eigenwerbung… Falls jemand eine Medienmanagerin mit Master und Erfahrung in den Bereichen Redaktion, Texten fürs Web, Marketing, PR, Social Media, Mediengestaltung und etwas Web-Entwicklung sucht – hello, hier bin ich! ;-)

Zitat Pipi Langstrumpf