Französische Macarons selbst gemacht

Selbst gemachte französische Macarons sind eine kleine Herausforderung. Wie oft habe ich schon von “Macaron-Katastrophen” gelesen und gehört. Das führte am Ende dazu, dass ich mich an das süße Gebäck gar nicht mehr ran gewagt habe. Wenn solch ein Projekt – in das man Mühe, Liebe, Zeit und Zutaten steckt total in die Hose geht ist es schnell vorbei mit der Motivation. Bei mir zumindest. :-)

Aus diesem Grund habe ich in einen professionellen Macaron Backkurs investiert und bin am Wochenende nach Jena gefahren. Einfach um einen “guten Start” mit den Makrönchen zu haben, Tipps und Tricks mitzunehmen und um einen schönen Nachmittag mit lieben Menschen zu verbringen. Außerdem natürlich um Macaron-Profi Sandy, die den Foodblog Confiture de Vivre schreibt kennenzulernen. Schaut unbedingt mal bei ihr vorbei. Wenn ihr Frankreich und gutes Essen mögt werdet ihr ihren Blog lieben!

Der Backkurs Le Macaronnage wurde von Sandy zum ersten Mal angeboten und hat in der Boulangerie & Pâtisserie Carlos P. in Jena stattgefunden. Sieben Teilnehmerinnen haben in drei Stunden alles über das zarte Gebäck erfahren und die Zubereitung selbst ausprobiert. Und bei allen Teilnehmern kamen richtig schöne, superleckere Macarons heraus!

Wie haben wir das gemacht? Die Zubereitung:

Wir haben 110 g Puderzucker mit 60 g gemahlenen Mandeln vermischt. Die Mandeln müssen wirklich sehr fein gemahlen sein (und ohne Schale). Am besten den Puderzucker mit den Mandeln mischen und in einem Zerkleinerer fast Pudrig zerkleinern oder mehrmals durch ein feines Sieb geben.

Dann haben wir 60 g Eiweiß (etwa zwei Eier) aufgeschlagen. Die Eier vorher einige Tage im Kühlschrank aufbewahren und dann einen Tag bevor die Macarons zubereitet werden das Eiweß vom Eigelb trennen und das Eiweiß bei Raumtemperatur stehen lassen (24 Stunden). Das Eigelb für etwas anderes verwenden.

Macarons selber machen

Es ist bei allen Zutaten wichtig genau abzuwiegen. Also nicht einfach das Eiweiß von zwei Eiern nehmen (nach dem Motto “passt schon”) sondern wirklich 60 Gramm!

Das Eiweiß wird jetzt in der Küchenmaschine oder einer großen Schüssel + Handrührgerät gut aufgeschlagen. Nach und nach 40 g Kristallzucker hinzugeben. Insgesamt muss das Eiweiß etwa vier bis fünf Minuten aufgeschlagen werden. Wenn der Zucker drin ist noch einen Klecks Lebensmittelpaste zum einfärben hinzufügen, falls gewünscht. Wenn die Masse dick und glänzend ist, ist sie gut. Das ist die Meringue.

Macarons selber machen

Jetzt kommt die Macaronnage: Die trockenen Zutaten (Mandel-Puderzucker-Mischung) in eine große Schüssel geben und nach und nach die Meringue unterheben (siehe Pfeil auf dem oberen Bild ;-). Wir haben das mit einem Silikon-Teigschaber gemacht, was gut funktionierte! Nicht kaputt rühren, wenn alles vermischt ist, ist es gut. Dann kann die Masse in eine Spritztüte gefüllt werden. Auf einem mit Backpapier belegtem Backblech kleine Kreise von etwa 2 cm Durchmesser spritzen. Das muss man vielleicht ein bisschen üben. :-)

Von unten leicht gegen das Backblech klopfen, damit die Macarons ein ganz bisschen “zerfließen” und Unebenheiten ausgeglichen werden. Die Macarons müssen dann für 15 – 30 Minuten trocknen. Wenn man sie nach dieser Zeit leicht berührt haben sie eine Haut gebildet und es klebt kein Teig am Finger.

Macarons selber machen

Jetzt können sie in den auf 150 Grad vorgeheizten Ofen (Ober-Unterhitze). 12-15 Minuten dauert das Backen. Ich würde die Macarons dabei beobachten. Die Schale muss knusprig sein und der Kern noch leicht weich. Wenn man sich unsicher ist, einfach mal einen Macaron rausnehmen und anfassen, von unten betrachten und vielleicht auch mal durchbrechen um reinzugucken. Update (17.05.13): Man kann die Macarons evtl. nicht rausnehmen! Bei meinem Ofen zu Hause ging das nicht, sie klebten am Backpapier! Das bedeutet nicht dass sie noch nicht gut sind. Wenn man sie rausnimmt und fünf Minuten abkühlen lässt lösen sie sich prima!

Macarons selber machen

Juhu, da kommen sie aus dem Ofen, was haben wir uns gefreut! :-) Mein Ofen zu Hause ist leider sehr alt und ungenau. Ich habe mich schon darauf eingestellt, dass ich da erst noch mal ein wenig rumprobieren muss. Meine ersten Homemade-Macarons werde ich hier natürlich auch zeigen! :-)

Macarons selber machen

Die Macarons auf dem Blech abkühlen lassen und dann nach Gusto füllen. Bei uns gab es drei Füllungen zur Auswahl:

Macarons Füllung selber machenMacarons Füllung Schoko Ganache selbst machenMacarons Füllung Himbeeren selbst machenEs sind jetzt vier Tage vergangen seit dem Backkurs und meine Macarons sind längst aufgefuttert. Spätestens am Wochenende werde ich mich in der Küche einschließen und einen eigenen Versuch starten. Wer mich dabei verfolgen möchte kann das gerne bei Instagram tun.

Konnte ich dir Appetit machen und du hast auch Lust bekommen Macarons zu machen? Oder bist du schon Profi und macht die sowieso ständig? Oder hast du es aufgegeben, weil die kleinen Diven dich in den Wahnsinn getrieben haben? Ich bin gespannt auf eure Kommentare! :-)

Vielleicht können wir hier auch gemeinsam noch ein paar Tipps und Tricks zusammentragen. Das würde mich freuen…

20 thoughts on “Französische Macarons selbst gemacht

  1. Liebe Clara, vielen Dank das Du Dir so viel Mühe gemacht hast und alles ganz genau beschrieben hast. Ich hatte bis jetzt auch immer Angst Macarons zu machen, aufgrund der verunglückten Geschichten. Aber dank Deiner tollen Beschreibung werde ich das in den nächsten Tagen auch mal in Angriff nehmen.

    Liebe Grüße, Mark

  2. Liebe Clara,

    die Macarons sehen ja wirklich lecker aus. Manchmal ist es wirklich was wert, wenn man von einem Profi begleitet wird – denn das Rezept klingt wirklich sehr kompliziert. :) Ich bin ja nun wirklich kein Backprofi und das ist die Schwierigkeitsstufe, wo ich normalerweise kapituliere. Umso gespannter bin ich auf deine Homemade-Macarons!

    Liebe Grüße
    Lisa

  3. die sehen super aus, vor allem die roten mit der schokoladenfüllung mhhhhh :) ich hab bisher erst einmal macarons gemacht, es hat zwar ganz gut geklappt aber es war mir einfach zu stressig und nervenaufreibend weil ich solchen schiss hatte dass irgendetwas danebengehen könnte ;) vielleicht probier ichs demnächst nochmal mit deiner anleitung! viele liebe grüße julia

  4. Wow, das sieht ja wirklich toll aus! Ich glaube, ich bin ein bisschen angefixt von deinen tollen Bildern und dem tollen Bericht – und ich weiß auch schon, für welchen Anlass ich die Macarons backen werde! Meine Tochter wir im Mai ein halbes Jahr alt und weil sie im Winter geboren wurde, ich aber ein absoluter Sommer-Geburtstags-Fan bin, habe ich beschlossen, dass sie nicht nur im November einen Geburtstag, sondern auch im Mai einen Nicht-Geburtstag haben wird, den wir dann auch feiern! Da passen die Macarons doch perfekt! Für sie dieses Jahr zwar noch nicht, aber für die Gäste! Vielen Dank für die Idee!
    Liebe Grüße von Johanna

  5. wow wie wunderschön! vor allem die grünen, ich habe mich bislang noch nicht ans selberbacken getraut, doch dein post macht lust auf und mut zu mehr * lg julia

  6. Die sehen ja wirklich toll aus! Mir wäre der Aufwand glaub ich zu groß, aber ein bisschen in Versuchung führst du mich ja schon… ;)
    xo Zoe

  7. Hallo Clara,

    deine Macarons sehen echt toll aus! Ich würde sagen: Lernziel zu 100 Prozent erreicht! Ich selbst habe mich bislang ja noch nicht an Macarons herangetraut, aber mit dieser tollen Beschreibung werde ich es demnächst vielleicht auch mal wagen. Vielen Dank dafür!
    Liebe Grüße,
    Maren

  8. Dankr für eure lieben Kommentare! :)

    und @ Johanna,
    das ist ja eine witzige Idee mit dem Nicht-Geburtstag! :)
    Probier die Macacons bitte unbedingt vorher schon mal aus.
    Falls was nicht klappt, damit du noch daran feilen kannst…
    Ich gehe auch davon aus, dass mein erster eigener Versuch scheitern wird, vor allem wegen dem blöden alten Herd. Man muss ein bisschen rumprobieren, bis alles perfekt klappt… :)

    Liebe Grüße
    Clara

  9. Oh sehen die toll aus! Vielen Dank für die genaue Anleitung, ich hab total Lust bekommen, mich auch mal dranzuwagen… Leider ist mein Ofen auch ziemlich alt und ungenau, aber vielleicht hab ich ja Glück. Oder ich probiers einfach ein paar Mal :) Viele liebe Grüße und einen schönen Tag dir!
    Assata

  10. Vielen lieben Dank! :)

    Die Macarons sehen ja toll aus, versucht habe ich sie auch schon, und so langsam habe ich glaube den Dreh raus, aber trotzdem sind sie jedes mal wieder eine Herausforderung ;).

    Lieben Gruß,Melanie

  11. oooohh sehen die lecker aus *____* hab mich ja bis jetzt noch nicht rangetraut, weil jeder sagt wie schwer sie zu machen sind, aber ich denke ich werde es wirklich sehr bald endlich mal versuchen! :D

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  16. Liebe Clara,

    ohne dich wäre ich diese Woche verzweifelt und bin so froh das ich endlich ein Rezept gefunden habe, nachdem die Macarons gelingen.

    Ich hatte das erste mal Macarons letztes Jahr zu Valentinstag für meinen Mann(Franzose gebacken), auf Anhieb waren sie perfekt!:) Diese Woche habe ich mich endlich mal wieder an diese Leckerbissen herangewagt und du wirst es nicht glauben….alle 4 Versuche sind schief gegangen:(. Bis ich endlich im Netz auf deine Seite gestoßen bin und du mir wirklich aus der Seele geschrieben hast.
    Siehe da, ich habe mich genau an das Rezept gehalten und ich ich habe wieder ein Grinsen im Gesicht….Juchu meine Macarons sind etwas geworden, nein sie sind nicht zerlaufen, nein sie sind nicht auf der Oberfläche gebrochen und nein, sie sind innen nicht hohl! Nach all diesen Versuchen habe ich festgestellt, das die Meringue die richtige Konsistenz und der Teig nicht zu lange gerührt werden darf, wirklich nur bis alles gut vermengt ist.
    Danke und nochmals Danke für deinen Blog.:):):)
    LG Mel

  17. Pingback: Backen im Herbst: Macaron und Spekulatius

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