Wiedereinstieg // Gedanken dazu + Herbstdeko

Ich habe über das Thema Wiedereinstieg nachgedacht. Manche Dinge muss oder will man im Leben zeitweise aufgeben. Später findet man vielleicht erneut Zugang dazu, vielleicht auch nicht. Und das ist auch okay. Ich bin überzeugt, dass alles im Leben zur richtigen Zeit seinen Weg zu uns findet. Diese Überzeugung hat sich durch die Geburt meiner Tochter noch einmal gefestigt. 

Auf das Thema Wiedereinstieg kam ich natürlich, da ich jetzt wieder blogge. Nach einem Jahr Pause. In meinem letzten Artikel bin ich schon darauf eingegangen wie komisch sich das anfühlt. Meine Leidenschaft für’s Schreiben ist aber noch immer da. Zeitlich kann ich nur abends bloggen, wenn mein kleiner Wirbelwind schläft. Und ich setze klare Prioritäten – es wird wenig Social Media geben neben dem Blog. Weil mich das gestresst hat damals. Das ist positiv an einem Wiedereinstieg – man hatte viel Zeit vergangenes zu reflektieren.

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Bei dem Begriff Wiedereinstieg habe ich auch an den beruflichen Wiedereinstieg gedacht. Nach der Elternzeit. Das ist schon eine besondere Situation, oder? Man hat etwas verpasst, Dinge und Menschen haben sich geändert. Dazu kommt, dass man sich selbst auch verändert hat. Die Verantwortung für ein Kind und die Arbeit, die damit verbunden ist, prägen. Es gibt viele Dinge am Elternsein, die man erst verstehen kann wenn man sie selbst erlebt hat. Aus dieser Position heraus steigt man wieder ein. Knüpft an Vergangenes an. Ich habe nach Tipps und Erfahrungsberichten recherchiert und euch ein paar Links zum Thema zusammengestellt.

Welche Fragen man sich selbst stellen sollte und wie erfolgreiches Wiederkehren in den Beruf gelingen kann, wurde hier zusammengefasst: HAUPTSTADTMUTTI – Nach der Babypause: Die 5 besten Tipps für den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt.

(Mama) Mias Texte lese ich immer mit einem Schmunzeln. Weil sie so schön geschrieben sind. So auch dieser hier. Wobei der Kern des Textes mich auch sehr zum nachdenken angeregt hat. MAMA MIA – Wiedereinstieg nach Elternzeit versemmelt.

Ein schöner Denkanstoss ist auch der folgende Artikel in der BRIGITTE MOM – 6 Regeln zum Wiedereinstieg nach der Elternzeit.

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Unter meinem letzten Artikel zum Urlaubstipp Simssee war ein wahnsinnig lieber Kommentar für den ich mich noch einmal bedanken möchte. Das hat mir so viel Mut gemacht und meine Entscheidung wieder zu bloggen so sehr bekräftigt. Als ich den Kommentar gelesen habe wusste ich, warum Bloggen so schön ist. Danke. <3

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Meine Herbstdeko besteht aus einem einzelnen Zweig spiralförmigem Eukalyptus und Johanniskraut. Die Betonlampe habe ich mit Albert selbst gebaut. Eine DIY-Anleitung dazu folgt noch. Die Äpfel werden bald zu diesem Apfelkuchen verarbeitet, bis dahin sind sie mit ihrer leuchtend roten Farbe Deko. Schönes Wochenende

München und Gedanken zum bloggen

Mein Umzug ist geschafft und ich bin super happy in München angekommen. Die Stadt hat mir bisher wirklich Glück gebracht. Vor einem halben Jahr hätte ich nie gedacht nach München zu gehen… aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. :-) Fotobeweis:

Clara OnLine  in München

Das Verhältnis von Bier und Brezel stimmt irgendwie nicht so ganz gebe ich zu. Mittags um ein Uhr bei 30 Grad im Schatten eine ganze Maß zu trinken wäre aber vermutlich mein Ende gewesen. ;-) Der Viktualienmarkt ist ein Paradies für Foodies, da wird es mich noch öfter hinziehen – auf der Suche nach aussergewöhnlichen Zutaten.

Vielleicht habt ihr euch schon gefragt, warum es hier gerade etwas ruhig ist? Ehrlich gesagt frage ich mich das selbst… und ich glaube es hat verschiedene Gründe. Dieses Jahr war und ist aussergewöhnlich für mich. Das Studienende, die nicht so einfache Jobsuche und zwei Umzüge haben meinen Alltag und meine Gefühlswelt etwas durcheinander gebracht. Gleichzeitig konnte ich aber auch Ballast abwerfen: Bei den Umzügen habe ich viele Dinge aussortiert und allgemein hatte ich Zeit nachzudenken. Das hat gut getan. Ich hoffe aber jetzt, dass ich durch einen geregelten Tagesablauf meine Balance wieder finde. Eine erste wichtige Voraussetzung dafür ist geschaffen: Ich habe eine Knaller-Wohnung gefunden. :-)

Manchmal habe ich angesetzt etwas zu bloggen, wurde dann aber von meinem eigenen Perfektionismus ausgebremst. Ich habe so hohe Ansprüche an das was ich hier mache (die sich natürlich auch aus den supertollen Blogs ergeben, die ich lese), dass es mich manchmal lähmt. Bei vielen Bloggern habe ich schon von ähnlichen Gedanken und Gefühlen gelesen: “Ach, das gab es doch alles schon mal irgendwie + irgendwo in superschön, wieso soll gerade ich da jetzt noch einmal einen Artikel drüber verfassen?” Dazu kommt, das hört sich vielleicht etwas komisch an, dass ich mich von der Blogosphäre und dem Drumherum manchmal etwas überfordert fühlte. Ich bin als Bloggerin seit über anderthalb Jahren und als Blogleserin seit über sechs Jahren aktiv dabei. Durch all die Kanäle die noch zu den Blogs dazukommen (Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest, …) hat sich eine unüberschaubare Anzahl an Followern und Bekannten angesammelt… Und so habe ich manchmal das Gefühl, ich scanne und überfliege extrem viele Inhalte jeden Tag, aber kann mich auf einzelne Dinge gar nicht mehr richtig einlassen. Neulich hatte ich eine Diskussion mit einer Bekannten, die Lehrerin ist. Sie beobachtet, wie die Schüler sich immer schlechter auf lange Texte konzentrieren können. Wenn ich mein eigenes Mediennutzungsverhalten analysiere, kann ich mir wohl denken woher das kommt. Wie schnellebig kann die Onlinewelt noch werden? Momentan arbeite ich daran, meine Onlineinhalte besser zu strukturieren. Aber das ist wirklich schwierig! Und ich weiß, dass es vielen von euch auch so geht. Oft habe ich schon gelesen: “Ich habe rigoros aussortiert und meine Leseliste gekürzt.” – Gibt es zu viele (gute) Blogs?

Als ich neulich mit meinem Vater darüber gesprochen habe, warum hier gerade so wenig los ist und ihm das lang und breit zu erklären versuchte, meinte er nur: “Ach, das ist doch unprofessionell.” Und dann dachte ich: ja, das bringt es auf den Punkt! Während ich das Problem “kaputtdenke” und sentimental vor mich hin philosophiere passiert….. nichts! Genau.

Vielleicht hast du gerade auch ein Thema, das dich beschäftigt, vielleicht läuft etwas nicht ganz so wie du es dir wünschst und du denkst viel darüber nach. Nachdenken ist sicherlich wichtig, aber verfalle nicht ins grübeln. Ab einem bestimmten Punkt ist es das Beste zu sagen: “Scheiß drauf, ich höre jetzt auf nach links und rechts zu gucken und mache mein eigenes Ding.”

Tipp // Feedly als RSS-Reader

Welchen RSS Reader nutzt ihr, um eure Blogs zu lesen? Ich habe ein neues MacBook Air und wollte mir diesmal unbedingt eine bessere Möglichkeit einrichten Blogs zu verfolgen. Bisher war der Safari Browser meine Lösung. Außerdem hatte ich auf dem iPad eine App, die Google Reader Feeds (seit März 2013 nicht mehr verfügbar!) zeigte. Die beiden Dienste hatten nichts miteinander zu tun und ich bekam zum Teil Beiträge vorgesetzt, die ich bereits abgearbeitet hatte. Was für ein Chaos!

Feedly LogoJetzt habe ich eine Lösung gefunden, mit der ich sehr happy bin, weshalb ich sie euch vorstellen möchte. Wer im RSS-Chaos untergeht weil er z.B. mehrere Geräte hat (Rechner/Tablet/Smartphone) sollte sich Feedly mal näher anschauen.

Feedly funktioniert mit einem Google Account, speichert RSS-Feeds aber nicht mehr über den Google Reader (ist ja nicht mehr möglich), sondern in der Feedly Cloud. Bei mir funktioniert das tadellos. Was ich als “gelesen” markiert habe ist auf allen Geräten synchron. Das Interface ist hübsch und angenehm schlicht mit kleinen Personalisierungsmöglichkeiten, die mich glücklich machen (ich habe einen mintfarbenen Hintergrund, yay!). Es gibt auch viele Darstellungsmöglichkeiten, die ich äußerst gelungen finde (Liste, Magazin-Layout, komplette Blogposts). Ein Add On für Safari macht schnelles Blogpost-Checken zwischendurch möglich (das Add On gibt es auch für andere Browser: Firefox, Crome etc.). Für’s Tablet/Smartphone gibt es verschiedene Apps (werden auf der Feedly Seite ausführlicher gezeigt). Ich habe die ganz normale Feedly App.

So sieht Feedly auf den verschiedenen Devices aus:

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