Warum I-did-it besser ist als to-do und meine Arbeitssuche im Medienbereich

Seid ihr wieder gut in die Arbeitswoche eingestiegen? Nach den schönen Ostertagen, an denen so viel geschlemmt und entspannt wurde? Also ich hatte ja gestern noch einen och-nöö-Tag und bin heute wieder fleißig an meiner to-do Liste dran.

Bei dramaqueenatwork habe ich gestern eine I-did-it-Liste entdeckt. Das finde ich grandios. Ich muss mich zur Zeit viel selbst organisieren und arbeite viel von zu Hause aus und mit geht es dann oft wie Barbara: Am Ende eines Tages habe ich das Gefühl zu wenig geschafft zu haben. Dabei mache ich eigentlich sehr viel. Die Gründe für das Gefühl sind vielfältiger Natur. Manches erwarte ich von mir “so nebenbei” – beispielsweise dass wir jeden Abend frisch gekochtes essen. Ich habe mich schon länger von Fastfood verabschiedet und plane, kaufe ein, koche jeden Tag frisch und gesund. Das ist mir sehr wichtig, aber es kostet eben Zeit. Unspektakuläre und kleine Aufgaben des Alltags verbuche ich auch gar nicht erst als “getanes”. Auch dafür ist eine I-did-it-Liste gut! Einfach mal mit der Nase darauf stoßen was ich tatsächlich mache.

Ich bin ja zur Zeit arbeitssuchend.* Eine Freundin fragte mich kürzlich: “Und, was machst du dann immer so den ganzen Tag?” Ich sagte: “Ich schlafe aus bis elf und gehe dann immer gemütlich brunchen bevor ich mich mit einem Buch in die Sonne setze.” Sie schaute mich mit großen Augen an. “Das war ein Scherz!!” Ich stehe auf wenn Albert um sieben das Haus verlässt. Dann reserviere ich mir immer entweder den Nachmittag oder den Vormittag für alles was mit Bewerbung zu tun hat. Die andere Hälfte des Tages ist…

  • für den Blog und die administrativen Dinge, die damit verbunden sind. Demnächst erscheint z.B. ein ausführliches Interview mit mir auf dem Heiter bis glücklich Blog vom ZEITmagazin
  • für Weiterbildung, ich lese gerade das spannende Buch Think Content von Miriam Löffler zum Thema Content-Strategie, Content-Marketing und Texten fürs Web
  • für die neue Wohnung, deren Feinschliff noch nicht abgeschlossen ist
  • für frisch Kochen, Haushalt und all diese unspektakulären Dinge, die ich weiter oben schon angesprochen habe

Es tut gut, sich mal bewusst zu werden was man eigentlich macht! Wie habt ihr diese Zeit der Arbeitssuche gemeistert? Ich gebe zu, dass ich erst mal in ein kleines Loch gefallen bin. Mittlerweile habe ich mich ziemlich gut organisiert und orientiert auf dem Arbeitsmarkt und bin mir immer mehr im Klaren was ich will und was nicht. Ich habe große Lust auf berufliche Herausforderungen und freue mich schon auf das was kommt. Seid ihr vielleicht auch gerade in so einer Situation der beruflichen Umbrüche?

*Kurze Eigenwerbung… Falls jemand eine Medienmanagerin mit Master und Erfahrung in den Bereichen Redaktion, Texten fürs Web, Marketing, PR, Social Media, Mediengestaltung und etwas Web-Entwicklung sucht – hello, hier bin ich! ;-)

Zitat Pipi Langstrumpf

15 thoughts on “Warum I-did-it besser ist als to-do und meine Arbeitssuche im Medienbereich

  1. Wie mich das freut, liebe Clara!
    Ich drück Dir ganz fest die Daumen und bin gespannt auf Dein Interview!
    Ganz liebe Grüße Barbara
    P.S.: Arbeitsmäßig hab ich ja – nicht zuletzt durch die Kinder – viele unterschiedliche Phasen hinter mir. Und auch wenn es abgegriffen klingt: Wenn man versucht, danach zu leben, was IM MOMENT wichtig ist, wenn man weit denkt, im Sinne von viel für möglich halten, dann funktioniert das mit den sich schießenden und öffnenden Türen und dem Leben als Fluss wirklich :-))

  2. danke für den tip! das ist genau das richtige für mich – die i-did-it-liste!!! das ich da noch nicht selbst drauf gekommen bin.
    mit to-do werde ich nämlich nicht glücklich und habe oft das gefühl, zu wenig geschafft zu haben. einfach mal den spieß umdrehen! :)
    herzliche grüße und viel erfolg bei der arbeitssuche,
    die frau s.

  3. Liebe Barbara, das fehlende L habe ich glatt überlesen. :) Danke für deinen Kommentar und das Daumendrücken. Ich hatte bisher in meinem Leben auch oft das Gefühl, dass Dinge so kamen wie sie kommen sollten und sich aus dem Fluss “richtig” ergeben haben. Da bin ich auch jetzt bei meiner Jobsuche ganz positiver Dinge. Ganz liebe Grüße!

    Ich freue mich dass du inspiriert wurdest, liebe Frau S. ;) Auch dir 1000 Dank für die guten Wünsche und herzliche Grüße zurück!

  4. Liebe Clara,

    das klingt wirklich gut und ich finde, es gibt (fast) nichts besseres als ein selbstgekochtes und gemeinsames (!) Essen am Abend. :)

    Zu deiner Frage: als ich auf Jobsuche war, habe ich es ähnlich getan wie du. Ich bin auch gut organisiert und hasse Abhängigkeiten, also “krempelte ich lieber die Ärmel hoch” und suchte die Nadel im Heuhaufen… Ich hatte Glück und bekam einen gute Arbeit – in Berlin auch nicht ganz einfach. In Thüringen finde ich den Arbeitsmarkt recht schwierig. Ich kenne mich in deiner Branche nicht so aus, aber das Lohnniveau in Thüringen ist echt mies. Die Zeit der Jobsuche habe ich auch genossen, weil ich viel geschafft habe und auch mal Zeit für mich hatte. Dafür hat es mich enorm runter gezogen, wenn Absagen kamen oder noch schlimmer, nicht mal eine Rückantwort. Das war für mich schwer auszuhalten. Das Blöde ist halt: die da draußen wissen ja nicht, was alles Gutes in dir steckt und was ihnen entgeht, wenn du nicht ihre Mitarbeiterin wirst. Das kann schon frustrierend sein. Ich wünsche dir alles Gute, dass es klappt und das wird es, bin ich mir sicher.

    Ich bin jetzt bis Oktober 2015 Mit Baby zu Hause und meinen alten Job kann ich eigentlich wegen der Arbeitszeiten nicht mehr machen. Momentan drücke ich mich noch davor, aber ich werde mir wohl vernünftigerweise und schweren Herzens etwas neues suchen. Na ja, aber erst nächstes Jahr. :) Jetzt genieße ich erst mal nur das Mutter-Sein und dass ich mich einmal nur um meinen Privatkram kümmern kann. Das ist echt toll. So viel wie früher schaffe ich natürlich nicht mehr, denn so ein kleiner Wurm hält einen ganz schön auf Trab und hasst to-do-Listen!!! :)))

    Liebe Grüße,

    Anja

  5. Liebe Anja,
    ich freue mich gerade total über deinen Kommentar! Das macht Mut! :)
    Berlin fänd’ ich auch super. Ich bin zum Glück nicht auf Thüringen “festgenagelt” sondern suche deutschlandweit. Hier in Weimar und Umgebung gibt es auch wirklich nicht sooo viel Auswahl und das mit dem schlechten Lohnniveau habe ich auch schon festgestellt. Dabei ist es ja auch nicht so, dass der Lebensunterhalt hier total günstig wäre…
    Ja, ein wenig geknickt ist man schon wenn einfach nichts zurückkommt von Unternehmen. Man gibt sich so viel Mühe mit einem persönlichem Anschreiben und allem pipapo.
    Ich sage mir dann immer dass da ALLE durchmüssen und versuche mich so schnell es geht auf eine neue spannende Stelle zu konzentrieren. :)
    Hihi, dass dein kleiner Wurm keine to-do-Listen mag kann ich mir vorstellen. Schön, dass du die Möglichkeit hast diese besondere Zeit so zu genießen. Ich drücke dir natürlich auch die Daumen, dass du dann wieder etwas schönes Neues findest (ganz bestimmt!), aber das ist ja wirklich noch eine Weile hin.
    Danke noch mal für deine Gedanken!
    Ganz liebe Grüße
    Clara

  6. Liebe Clara,
    ich weiß genau wie es dir jetzt geht. Vor zwei Jahren stand ich an dem gleichen Punkt. Nach dem Studium hatte ich eine gewisse Vorstellung, wie meine zukünftige “Karriere” starten soll. Mit einem aufregenden Job, in einer namhaften Firma, mit gutem Gehalt, netten Kollegen und genau den Herausforderungen nach denen ich suchte.

    Doch genau das zu bekommen war wirklich nicht leicht. Ich musste viele Rückschläge einstecken. Viele Absagen oder aber auch Angebote die unverschämt waren (quasi kein Gehalt für eine 50-Stunde-Woche).

    Diese Zeit war hart, denn man beginnt irgendwann an sich selbst zu zweifeln. Ist man “gut genug” für die “Arbeitswelt” insbesondere für das was man sich darunter vorstellt?

    Heute habe ich quasi meinen Traumjob gefunden und zurückblickend bin ich froh, dass ich mich damals nicht habe unterkriegen lassen. Das kann ich auch nur dir raten. Zähne zusammenbeißen und durch. Und später ist man stolz darauf was man erreicht hat.

    Halte durch.

    Alles liebe Elena

  7. Liebe Clara (und Namensschwester) ;-),
    ich bin auch ein Mensch, der mittlerweile gerne mal lange To-Do-Listen schreibt. Nicht nur “Müssen-Dinge”, sondern auch viele schöne Dinge, auf die ich Lust habe, die mir Freude bereiten sollen. Aber im Alltag schaffe ich nur einen Bruchteil davon und bin derzeit dann häufig frustriert, wenn ich nicht alles schaffe und wieder ein Wochenende um ist. Die Liste wird ja nicht kürzer. Ich finde die Idee, den Spieß einfach mal umzudrehen und mir bewusst zu machen, was ich geschafft habe! Und seien es noch so kleine Dinge! ;-)
    Zum Thema Job kann ich nur sagen: Hut ab und meinen Glückwunsch zu deiner Hartnäckigkeit, dass du am Ball bleibst und Bewerbungen schreibst. Ich bin vor drei Jahren fertig geworden mit meinem Studium, hab direkt im Anschluss zur geldmäßigen Überbrückung einen Aushilfsjob angenommen (in einem völlig anderen Berufsfeld). Dann hab ich doch noch drei Semester ein weiteres Studium begonnen, weil es zu meinem ersten Studium passte. :-) Das hab ich dann abgebrochen, um endlich beruflich durchzustarten. Eigentlich war der Plan, mir parallel einen festen Job in meinem Bereich zu suchen. Doch hier in Bremen waren und sind noch immer die Aussichten schlecht. Und momentan bin ich nach einem Studium in einer anderen Stadt und viel Gependel eigentlich happy zurück zu sein und nicht scharf darauf erneut zu pendeln. Tja und dann kam es, dass man mir in der Firma in der ich als Aushilfe jobbte, einen festen Fulltimejob angeboten hat. Ich dachte mir, warum nicht. Das erste große eigens verdiente Geld, eine unbefristete 40Std-Stelle. Und es muss ja nicht für immer sein. Seit dem bin ich dort und schaffe den Absprung in meinen eigentlichen Beruf nicht! Obwohl ich so Lust drauf habe! Aber im Alltag ist es so schwer, die Zeit und Kraft zu finden für Bewerbungen etc.
    Mach weiter!! Bleib am Ball und es wird sich alles fügen! ;-) Ich drück dir ganz feste die Daumen!
    Alles Liebe, Clara

  8. ich bin gespannt wohin es dich dann verschlägt, finde das mega spannend dass du dich deutschlandweit bewirbst – erfordert sicher auch mut! ich bin ja gleich nach meiner ausbildung in koblenz ins schwabenländle gegangen und bin seit nunmehr fast 7 jahren hier… schon seit längerem hatte ich das gefühl dass ich nicht ewig in der firma bleiben möchte doch ich hab ehrlich gesagt den popo nicht hochbekommen mich ausdauernd umzuschauen und woanders zu bewerben, ich war so faul weil ich ja nicht “musste”… und soll ich dir was verraten? ende märz wurde mir eine andere stelle angeboten und nächste woche dienstag ist mein letzter tag hier :D aufregend ohne ende, ein großer schritt und es kam ganz unverhofft! ich drück dir ganz feste die daumen meine liebe und bin mir sicher dass du bald eine tolle stelle finden wirst :) sehen wir uns eigentlich in enschede im mai? viele liebe grüße julia

  9. Liebe Elena, danke für deine Worte! Habe dir bei XING geschrieben. ;-)

    Liebe Clara (huch, das hat man selten – toller Name ;D), danke für deine persönlichen Schilderungen. Ich bin auch nicht so scharf auf die Pendelei und ich kann dich total verstehen. Außerdem ist Bremen eine wunderbare Stadt! Ich hoffe auch darauf bald etwas sesshafter zu werden. Ich reise zwar gerne, aber möchte trotzdem einen festen Hafen. Dass Weimar eher eine Zwischenstation ist war mir schon lange klar… Ich kann mir vorstellen, dass dir ein “Absprung” schwer fällt. Wenn man einmal in einer Schiene drin ist und Erfahrung gesammelt hat ist es Mühsam wo anders reinzukommen. Und manchmal kriegt man den Hintern nicht hoch. Ich bin gerade gezwungen meinen Hintern hoch zu kriegen (wie soll ich sonst meine Krankenkasse bezahlen ;-). Danke fürs Daumen drücken und es wird sich alles fügen auch bei dir. Vielleicht bist du auch irgendwann an einem Point of no Return und es ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Das ist nicht immer leicht, im Gegenteil, aber hinterher war es richtig so und man ist daran gewachsen.

    Liebe Julia, das freut mich riesig für dich. Ich wünsche dir eine gute Einarbeitung und nette Kollegen und das Beste für deine neue Stelle! Danke für deine lieben Worte! :-* Ich weiß noch nicht ob das klappt mit Enschede. Albert hat am 18.5. Geburtstag (warum haben wir eigentlich immer genau bei Blogger-Events Geburtstag!? ;D) und es ist eine lange fahrt für uns. Zudem bin ich zur Zeit natürlich nicht gerade sonderlich flüssig und wir müssten ja auch irgendwo übernachten… Also alles nicht so einfach mal wieder. ^^ Ganz liebe Grüße an dich zurück!

  10. Liebe Clara,

    ja, die Jobsuche ist nicht gerade einfach. So wie ich das gelesen habe, hast du einen ähnlichen Background wie ich bzw. möchtest in der digitalen Branche Fuß fassen. Kennst du schon die Seite http://www.newsroom.de? Das ist die Online-Ausgabe vom Medium-Magazin, einem Branchenblatt für Journalisten. Hier ist immer ziemlich viel inseriert. Es gibt auch einen wöchentlichen Newsletter, der gebündelt meist Ü100 Jobs präsentiert. Bei weiteren Fragen schreib mir auch gern ne Mail, vielleicht kenne ich ja noch ein paar Seiten, die du noch nicht kennst, oder kann dir ein paar Infos in Sachen Social Media Weiterbildung geben.

    Alles Liebe
    Gio_rnalista

  11. Liebe Clara,
    habe heute in meiner PR-Agentur gekündigt. Da ist jetzt also was frei ;)
    Liebe Grüße
    Mareike

  12. Hihi, Mareike! ;D Willkommen im Club der Jobsuchenden…

    Und Gio_rnalista, danke für den Tipp! Ich schau direkt mal rein.

  13. Ich finde die Idee einer I-did-it-Liste toll. Und ich werde mir das auch mal durch den Kopf gehen lassen. Zur Zeit lebe ich leider auch nach der To do Liste. Aber man lebt ja im Hier und jetzt. Und da bald bei mir die Jobsuche los geht und ich schon einige Stellenangebote raus gesucht habe. Da stiess ich auf Problem. Ich hatte mir einfach zu viel vorgenommen, aber ich glaube es ist einfach besser das alles Schritt für Schritt zu machen und die Teiler Erfolge zu sehen.

    Der Text von Dir hat mich sehr inspiriert. Danke!

  14. Pingback: 12mal12: April - heldenwetter

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