Special // Warum ich Orchideen liebe

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Dass ich Orchideen liebe ist an unseren beiden Fensterbänken im Wohnzimmer unschwer zu erkennen. Heute möchte ich euch meine kleine Orchideenfamilie vorstellen. Das sind Herbert, Emma, Sigfried – nur ein Spaß! So verrückt bin ich nicht! ;-)
Namen haben sie keine. Aber Ich mag sie einfach, weil sie so bunt und fröhlich auf der Fensterbank stehen, so wenig nehmen und dabei so viel geben.

Orchideen

Manche Orchideen wohnen seit fünf Jahren bei uns, andere erst seit einem Jahr. Ich werde immer wieder gefragt: Warum blüht meine Orchidee nicht mehr? Wie gieße ich meine Orchideen am besten? Und: Wie schneide ich trockene Rispen zurück? Deshalb möchte ich heute ein paar Einblicke geben, wie ich meine Orchideen pflege. Wenn man ein paar Regeln einhält sind das unheimlich pflegeleichte Pflanzen.

1. Beim Kauf: Orchideen sind oft in durchsichtige Plastiktöpfe gepflanzt, so kann man die Wurzeln sehen. Gesunde, intakte Wurzeln haben grüne, feste Spitzen. Also abgesehen von intakten Blättern und den schönsten Blüten auch unbedingt mal einen Blick auf die Wurzeln werfen! Sind diese vertrocknet, werdet ihr eventuell nicht lange Freude an eurer neuen Orchidee haben. Zumindest einige der Wurzeln sollten grüne, feste Spitzen haben.

2. Standort: Orchideen wollen am Fenster wohnen, sie brauchen viel Licht. Im Zimmer sind sie nicht glücklich, das habe ich ausprobiert und ich kann nur davon abraten. Dem menschlichen Auge fällt es zwar kaum auf, aber das Licht nimmt im Raum (im Vergleich zum Fenster) sehr stark ab. Außerdem darauf achten, dass die Orchideen keiner Zugluft ausgesetzt sind.

Orchideen

3. Gießen I: Zunächst einmal ganz wichtig ist, dass Orchideen keine nassen Füße mögen! Um Staunässe vermeiden, gibt es verschiedene Methoden. In extra Orchideentöpfen ist unten noch Platz für überschüssiges Wasser um abzulaufen, das ist sehr praktisch. Ich nehme meine Orchideen alle mit in die Küche, lasse Wasser (nicht zu kaltes, eher Zimmertemperatur) durch alle Wurzeln laufen. Kurz abtropfen und dann geht es zurück an ihren Standort. Das hat sich für mich als beste Methode erwiesen. Man kann alternativ auch mit einem kleinen Eimerchen rumgehen und den Orchideen ein Tauchbad verpassen (dabei aufpassen, dass das Substrat nicht wegschwimmt). “Einfach so” gießen geht natürlich auch, das finde ich aber ein bisschen gefährlich wegen der Staunässe. Dann muss man auf jeden Fall hinterher das überschüssige Wasser aus den Übertöpfen abschütten.

4. Gießen II: Ich gieße alle 7-10 Tage. Manchmal vergesse ich es und dann sind es eben 14 Tage. Orchideen sind da aber nicht so nachtragend, das ist sehr angenehm. Orchideen brauchen diesen Wechsel zwischen nassem und trockenem Substrat. Also bloß nicht denken: “Oh, die Wurzeln sind trocken, schnell gießen”, sondern lieber einen festen Rhythmus einhalten.

5. Pflege: Etwa ein mal im Monat füge ich etwas (flüssigen) Dünger zu dem Gießwasser hinzu. Wenn Staub auf den Blättern liegt wische ich ihn vorsichtig ab. Mehr Pflege ist gar nicht nötig.

6. Verblühte Orchideen: Verblüht eine meiner Orchideen entscheide ich je nach Größe der Pflanze was ich damit mache. Ist die Rispe hoch und lang, schneide ich sie auf mittlerer Höhe zurück. Rispen immer über einem Auge (diese Verdickungen an der Rispe) abschneiden! Ist die Pflanze klein, warte ich einfach erst mal ab. Manchmal kommen bald wieder neue Blüten. Mir sind auch schon Rispen komplett braun geworden und eingetrocknet. In diesem Fall bloß nicht aufgeben und die Pflanze wegwerfen (wenn ich von so etwas höre bin ich immer ganz traurig), sondern ganz unten abschneiden und etwas Geduld mitbringen. Die Pflanze braucht jetzt eine Pause (kann bis zu einem Jahr dauern, tut es meistens aber nicht) und sammelt Kraft – und dann kommt eine neue Rispe. Ich verspreche dir: du wirst dich riesig freuen wenn es so weit ist. :-)

Orchidee

So pflege ich meine Orchideen. Für diesen Post habe nicht ich die Bilder gemacht, sondern mein Schatz. Ich finde, er hat einen super Job gemacht (er ist engagiert!). Das letzte Bild unserer “Küchenorchidee” hat es mir besonders angetan. Ich habe sogar überlegt es mir als Print an die Wand zu hängen.

Ich habe mir vor einiger Zeit ein Buch zum Thema Orchideen und deren Pflege angeschafft, das ich jedem empfehlen kann der tiefer einsteigen möchte. Darin sind zum Beispiel Pflegefehler, Schädlinge etc. genau bebildert und beschrieben. Da habe ich schon öfter mal reingeschaut, wenn mir etwas komisch vorkam. Z. B. letzten Sommer: Da hatten zwei meiner Orchideen Sonnenbrand… ;-)

Orchideen Buch

Ich wünsche euch eine schöne Woche!

PS: Es ist ja immer so ein Dilemma. ;-) Wenn man sich ein mal dazu bekannt hat etwas zu mögen kriegt man es ständig geschenkt. Deshalb lieber der Hinweis: Ich bin momentan sehr zufrieden mit meiner Orchideenfamilie und plane keinen Familienzuwachs.